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Heidelberger Druck veröffentlicht endgültige Halbjahreszahlen 06.11.2008
aktiencheck.de
Heidelberg (aktiencheck.de AG) - Die Heidelberger Druckmaschinen AG (ISIN DE0007314007 / WKN 731400) veröffentlichte am Donnerstag die endgültigen Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2008/2009.
Wie der Druckmaschinenhersteller erklärte, hat er im ersten Halbjahr aufgrund der Branchenmesse drupa im Mai dieses Jahres einen Auftragseingang auf Vorjahresniveau erreicht. Allein im zweiten Quartal (Juli bis September 2008) gingen die Bestelleingänge wegen der anhaltenden Finanzkrise und der daraus resultierenden weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten um rund 23 Prozent deutlich zurück. So lag der Auftragseingang im Berichtszeitraum bei 1,87 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,87 Mrd. Euro), im zweiten Quartal allein bei 721 Mio. Euro (Vorjahr: 932 Mio. Euro). Der Umsatz der Gruppe in den ersten zwei Quartalen betrug 1,46 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,64 Mrd. Euro). Im zweiten Quartal erzielte man Umsätze in Höhe von 804 Mio. Euro (Vorjahr: 897 Mio.) und lag damit unter den eigenen Erwartungen. Der Auftragsbestand erreichte zum Ende des zweiten Quartals einen Wert von 1,21 Mrd. Euro (30. Juni 2008: 1,3 Mrd. Euro).
Das betriebliche Ergebnis fiel im zweiten Quartal mit -50 Mio. Euro deutlich negativ aus (Vorjahr: 70 Mio. Euro). Darin enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe von 40 Mio. Euro, diese beinhalten den Rückstellungsbedarf für die tarifliche Altersteilzeit in Höhe von rund 22 Mio. Euro sowie Aufwendungen für das Maßnahmenpaket zur Kostensenkung. Bereinigt um die Sondereinflüsse betrug das betriebliche Ergebnis im zweiten Quartal -10 Mio. Euro. Belastend wirkten sich im zweiten Quartal der rückläufige Umsatz und die damit fehlenden Deckungsbeiträge, der Serienanlauf neuer Produkte, erhöhte Rohstoffpreise sowie die restlichen drupa-Kosten aus. Kumuliert lag das betriebliche Ergebnis nach zwei Quartalen bei -85 Mio. Euro (Vorjahr: 96 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug im ersten Halbjahr -95 Mio. Euro (Vorjahr: 44 Mio. Euro).
Der Konzern erwartet für das laufende Geschäftsjahr (1. April 2008 bis 31. März 2009) zum Vorjahr erhebliche Umsatzrückgänge, ein hierdurch bedingt deutlich schlechteres Betriebsergebnis (EBIT) sowie ein durch die Finanzmarktkrise und momentane Zinsentwicklung ebenfalls verschlechtertes Finanzergebnis. In Summe, einschließlich Restrukturierungsaufwand, wird dies im laufenden Geschäftsjahr zu einem deutlichen Jahresfehlbetrag führen. Aufgrund der Unvorhersehbarkeiten der Finanzmarktkrise und ihrer Auswirkung auf die Investitionsentscheidungen seiner Kunden wird Heidelberg entgegen früheren Ankündigungen keine quantifizierte Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben. Für das noch schwerer abzuschätzende folgende Geschäftsjahr 2009/2010 geht man zunächst jedenfalls nicht von einer Verbesserung aus.
Infolge des verstärkten Umsatz- und Ertragsrückgangs erweitert Heidelberg sein bereits bestehendes Maßnahmenpaket zur Kostensenkung um weitere Maßnahmen auf rund 200 Mio. Euro und beschleunigt deren Umsetzung. Statt der bislang angekündigten Kostensenkungen in Höhe von 75 Mio. Euro entfallen damit insgesamt 150 bis 180 Mio. Euro des Gesamtpakets schon auf das kommende Geschäftsjahr 2009/2010. Weitere Maßnahmen im Folgejahr 2010/2011 führen zu den Gesamteinsparungen von rund 200 Mio. Euro. Mit diesem zusätzlichen Restrukturierungsbedarf werden sich die Gesamtkosten des nun ausgeweiteten Maßnahmenprogramms auf 130 bis 150 Mio. Euro erhöhen. In den Restrukturierungsbedarf eingerechnet sind auch die Rückstellungen aus dem jüngst für die Metallindustrie abgeschlossenen Tarifvertrag zur Altersteilzeit. Die Restrukturierungskosten werden voraussichtlich zum größten Teil bereits im Geschäftsjahr 2008/09 anfallen.
Die Aktie von Heidelberger Druck schloss gestern bei 7,27 Euro (-1,89 Prozent). (06.11.2008/ac/n/d)
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